Das Bundesurlaubsgesetz ( BUrlG )

Bundesurlaubsgesetz

Des Deutschen liebstes Gesetz ist das Bundesurlaubsgesetz. Immerhin definiert es seinen Urlaubsanspruch und verankert, wie lange und in welchem Umfang er bei Bezahlung vom Arbeitgeber Urlaub nehmen und dem Betrieb den Rücken kehren darf.

Wichtige Fakten aus dem Bundesurlaubsgesetz

Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf Urlaub. Doch sind die einzelnen Regelungen der unterschiedlichen Jobs und Arbeitstage so komplex, dass die wenigsten Arbeitnehmer tatsächlich Kenntnis zur Berechnung ihres Urlaubsanspruch haben. Alle diese Fakten sind im Bundesurlaubsgesetz verankert und können so abgerufen werden. Natürlich gibt es auch verschiedene Sonderregelungen, beispielsweise für den Urlaubsanspruch bei:

Urlaubsanspruch bei Krankheit
Urlaubsanspruch bei Kündigung
Urlaubsanspruch in Elternzeit
Urlaubsanspruch bei Arbeitslosigkeit
Urlaubsanspruch bei Schwangerschaft
Urlaubsanspruch in der Probezeit
Urlaubsanspruch bei Minijobbern

und weiteren Details. Da das Bundesurlaubsgesetz bereits seit 1963 gilt und es damals noch keine Minijobber und Geringverdiener im heutigen Sinne gab, stellt sich die Frage, wie der Urlaubsanspruch bei außergewöhnlichen Beschäftigungsverhältnissen, sowie in besonderen Lebenssituationen ist. Auch Arbeitslose und Hartz 4 Empfänger haben, ebenso wie ein Arbeitnehmer, Anspruch auf Urlaubstage. Verschiedene Klauseln im Bundesurlaubsgesetz regeln unterschiedliche Situationen und geben Auskunft darüber, welchen Urlaubsanspruch ein Arbeitnehmer, Angestellter, Beamter und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, sowie ein Arbeitsloser wirklich hat. Pro Monat darf ein Arbeitnehmer laut Bundesurlaubsgesetz 1/12 des Jahresurlaub beanspruchen. Für die Probezeit gilt in den meisten Beschäftigungsverhältnissen eine gesonderte Regelung. Hier wird der Urlaub ausgeschlossen und darf erst nachträglich, also nach Beendigung der Probezeit genommen werden.

Bundesurlaubsgesetz – Ein Gesetz zur Instandhaltung der Arbeitskraft

Der wohlverdiente Erholungsurlaub soll dem Arbeitnehmer neue Kraft geben und somit für mehr Leistung am Arbeitsplatz sorgen. Als Instrument des Arbeitsschutzes hält das Bundesurlaubsgesetz alle Fakten zum Urlaubsanspruch fest und zeigt auf, welchen Anspruch ein Arbeitnehmer wirklich hat und wie sich der Urlaub gestalten muss. Ebenso gibt das Bundesurlaubsgesetz Auskunft über den Standpunkt, dass jedem Arbeitnehmer ein zusammenhängender Jahresurlaub gewährt werden muss. Wenn ein Unternehmen die Urlaubstage nur einzeln gewährt und einen zusammenhängenden Urlaub untersagt, handelt es gegen die Paragraphen im Bundesurlaubsgesetz und kann vom Arbeitnehmer dementsprechend belangt werden. Allerdings ist es möglich, den Jahresurlaub mit der Auftragslage des Unternehmens abzustimmen und nicht immer den Urlaubsanspruch im gewünschten Zeitrahmen bewilligt zu bekommen.

Macht ein Unternehmen Betriebsferien, muss der Arbeitnehmer den Jahresurlaub in die Betriebsferien legen und hat keine Möglichkeit, sich einen längeren Erholungsurlaub außerhalb dieser unternehmerisch festgeschriebenen Zeit zu gönnen. Laut Bundesurlaubsgesetz richtet sich der Urlaub natürlich nach den Wünschen und Belangen des Arbeitnehmers. Allerdings können unterschiedliche Faktoren, wie eben der betriebliche Urlaub, aber auch die Bevorzugung von Arbeitnehmern mit schulpflichtigen Kindern Einfluss nehmen. Diese können ihren Urlaub nur in der Ferienzeit nehmen und werden so bevorzugt behandelt. Durch die Ausführungen im Bundesurlaubsgesetz erhalten Arbeitnehmer wertvolle Informationen rund um den Urlaubsanspruch und können sich über Sonder- und Ausnahmeregelungen, sowie den tatsächlichen Anspruch in Tagen in Kenntnis setzen.

Alles rund um den Urlaub

Was viele Arbeitnehmer nicht wissen, was aber im Bundesurlaubsgesetz verankert wurde, ist der Anspruch, dass vertraglich gewährtes Urlaubsgeld bereits vor Urlaubsantritt gezahlt werden muss. Auch die Verpflichtung des Unternehmens, den Urlaub im laufenden Kalenderjahr zu gewähren ist im Bundesurlaubsgesetz verankert. Mehr rund um den Urlaub, sowie persönliche Ansprüche und besondere Regelungen sind im Bundesurlaubsgesetz für jedermann nachlesbar.